Konservatorische Maßnahmen (im Sinne des lateinischen Wortes conservatio = Erhaltung) sind die Tätigkeiten, welche den Verfall oder die Schädigung eines Denkmals verhindern oder zumindest verzögern. Solche Maßnahmen können an der Umgebung des Objektes erfolgen (wie z.B. das Einstellen günstigerer klimatischer Bedingungen für ein fragiles Objekt durch entsprechende Klimatisierungsmaßnahmen). Aber auch die direkte Behandlung des Materials, aus dem ein Denkmal besteht, ist dann als konservatorische Maßnahme zu bezeichnen, wenn die Substanz weitestgehend erhalten bleibt. Die an der Substanz am häufigsten ausgeführten konservatorischen Maßnahmen sind:
* die Reinigung durch entfernen oder reduzieren schädigender Oberflächensubstanzen
* die Festigung des Holzträgers durch Einbringen neuer Bindemittel / Klebstoffe
* die Verleimung von losen Teilen und Ergänzung fehlender Teile
* der Schutz durch eine regenerierte Oberfläche
* Klimatisierung
Restauratorische Maßnahmen (im Sinne des lateinischen Wortes restauratio = Wiederherstellung) sind solche Eingriffe, die es dem Betrachter eines Denkmals ermöglichen, den ästhetischen oder historischen Wert des Objektes wieder erschließen zu können. Denn nach einer Beschädigung oder jahrelangem Verfall ist die Aussage eines Objektes häufig nur noch für das geschulte Auge ablesbar. Da die Restaurierung nicht dem ursprünglichen Schaffensprozess zugehört, muss sie entsprechend der modernen Restaurierungsethik für den aufmerksamen Betrachter erkennbar bleiben und den Stempel unserer Zeit tragen. Die an der Substanz am häufigsten ausgeführten restauratorischen Maßnahmen sind:
* die Ergänzung verlorener Formen
* die Kopie oder Rekonstruktion kompletter Teile
* Maßnahmen zur Erhaltung des jetzigen Zustands
* Freilegung älterer Malschichten
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